Der Japandi-Stil ist zweifellos einer der angesagtesten Einrichtungsstile von heute – wir sehen viele Japandi-Häuser in Magazinen und auf Pinterest. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter und analysieren nicht einen kompletten Einrichtungslook, sondern werfen einen genaueren Blick auf Möbel, die in Japandi-Interieurs passen, insbesondere Schlafzimmer – mit Fokus auf Japandi-Nachttische.

Japandi-Schlafzimmer-Visualisierung, Quelle: https://www.behance.net/gallery/150289981/Mini-Japandi-home-Quy-Nhon
Was macht einen Nachttisch Japandi?
Es gibt einige wesentliche Merkmale, die zum Japandi-Look beitragen – wir heben drei davon hervor, um einen Überblick über Japandi-Nachttische zu geben.
1. Aus natürlichen Materialien
Japandi-Interieurs sind reich an natürlichen Materialien und vermeiden künstliche Designs. Statt Plastik, Metall und anderen künstlichen Materialien wird immer die Natur bevorzugt – daher spielt Holz eine bedeutende Rolle bei Japandi-Möbeln, auch bei Japandi-Nachttischen. Meistens eignen sich hellere Hölzer wie Eiche und ihre verschiedenen Beiztöne (grau oder weiß gebeizt), Esche, Bambus, auch Kiefer.
Neben Holz eignen sich auch Rattan und Korbgeflecht gut, sowohl bei Möbeln als auch bei der Dekoration.
2. Einfachheit und Funktion
Bei Japandi-Möbeln geht es nicht um große Ornamente und luxuriöses Design – stattdessen konzentrieren sich Japandi-Nachttische auf Einfachheit und praktischen Nutzen. Um ein sauberes und aufgeräumtes Zimmer zu schaffen, das Unordnung vermeidet, verfügen diese Nachttische in der Regel über internen Stauraum, der sich hervorragend zum Verbergen von Dingen eignet, die den minimalistischen Look des Interieurs nicht stören sollen – praktisch eine Schublade oder eine Schranktür.
Wenn es Ornamente gibt, beziehen sich diese meist auf Texturen (wie vertikale Linien, geriffelte Oberflächen) oder vielleicht auf traditionelle japanische Ornamente wie Kumiko.
3. Niedrige Bauhöhe
Japandi-Nachttische haben typischerweise eine niedrige Höhe.
Um die Bedeutung von niedrigen Möbeln zu verstehen, müssen wir auf den traditionellen japanischen Einrichtungsstil zurückgehen. Früher hatten die Menschen in Japan absolut minimale Möbel in ihren Häusern und erledigten die meisten ihrer Aktivitäten auf dem Boden – wie Schlafen, Essen und das soziale Leben. Das Sitzen auf dem Boden wurde durch Tatami-Matten (traditionelle japanische Matten, die auf den Boden gelegt wurden) bequem gemacht. Da die Menschen auf dem Boden saßen, benötigten sie niedrige Möbel für den praktischen Gebrauch – einen niedrigen Tisch zum Essen, niedrige kleine Tische für eine Teezeremonie und zum geselligen Beisammensein mit der Familie. Chabudai zum Beispiel ist ein japanischer Couchtisch: ein einfaches, niedriges Möbelstück, meist mit Stauraum im Inneren.
Zurück zu den Japandi-Nachttischen: Es ist offensichtlich, aus den japanischen Ursprüngen kommend, dass diese Nachttische tendenziell niedrig sind – so passen sie gut zu niedrigen Betten, wie Futonbetten (ebenfalls ein traditionelles japanisches Möbelstück). Natürlich ist Japandi eine Mischung aus japanischen und skandinavischen Stilen, aber aufgrund des japanischen Einflusses passen hohe Nachttische mit langen Beinen normalerweise nicht gut zu Japandi-Schlafzimmern.
Schwebende Nachttische aus Massivholz können eine großartige Idee für Japandi-Nachttische sein. Da schwebende Nachttische wandmontiert sind, ist ihre Höhe variabel, man kann sie für ein niedriges Bett niedrig montieren und so einen schönen Japandi-Look schaffen.
+1 Dekoration
Die Nachttischgestaltung trägt auch wesentlich dazu bei, wenn man an einem Japandi-Interieur arbeitet. Wenn Sie keinen Japandi-Nachttisch haben, können Sie dennoch zum Japandi-Look beitragen, indem Sie die richtige Dekoration verwenden und Styling-Tricks für Nachttische anwenden. Nachfolgend finden Sie einige Dekorationsarten, die in Japandi-Interieurs passen und auch einem Nicht-Japandi-Interieur einen Japandi-Look verleihen können.
Organische Dekoration
Der Japandi-Stil zeichnet sich oft durch organische Dekoration aus – meist ein einfaches Stück wie ein Holzast oder Gras, vielleicht eine Kirschblüte. Suchen Sie nach Ikebana-Styling, um Ideen für traditionelle japanische Blumenarrangements zu erhalten.
Wabi Sabi Dekor
Wabi Sabi ist die Philosophie, Schönheit in der Unvollkommenheit zu finden. Wabi Sabi Vasen zelebrieren ihre handgefertigten Eigenschaften und wollen nicht perfekt wirken. Kintsugi, eine künstlerische Form des Wabi Sabi, dreht sich darum, die Schönheit zerbrochener Dinge zu zeigen: Wenn eine Vase zerbrochen ist, kann sie immer noch repariert und die Teile wieder zusammengeklebt werden – dabei wird die Bruchlinie mit goldener Tinte betont, um die Schönheit ihrer Unvollkommenheit zu zeigen.
Asiatische Kunst
Mit asiatischen und asiatisch inspirierten Kunstwerken an Ihrer Wand oder auf Ihrem Nachttisch können Sie Wunder wirken. Suchen Sie nach japanischen Holzschnitten oder Holzstichen (vielleicht ist Hokusai der beliebteste Künstler), aber Sie können auch großartige Tuschebilder finden. Es gibt viele monochrome (schwarz, grau oder braun) Tuschebilder, die japanische Kultur in Ihrem Zimmer ausstrahlen und oft eine Szene mit Tieren oder Natur zeigen.
Interessieren Sie sich für Japandi? Erfahren Sie mehr über den Japandi-Stil und Japandi-Möbel.